Die ersten beiden Schuljahre sind wichtig!

Eltern fragen sich immer wieder, ob die Leistungen ihres Kindes den Anforderungen entsprechen. Gerade in den ersten beiden Klassen werden die Grundlagen für die weitere schulische Entwicklung des KIndes gelegt.

Lehrer beruhigen, denn Kinder entwickeln sich in Sprüngen. Je jünger, desto schwerer zu sagen, ob sie den Anforderungen des „Durchschnitts“ entsprechen. Oft verbessern sich die Leistungen nach einem Entwicklungsschub ohne professionelle Hilfe.

Was sollen die Kinder in den ersten beiden Schuljahren lernen?

Am Anfang stehen Fertigkeiten im sozialen Bereich:

Zusammenarbeit mit anderen, Verantwortung für sich übernehmen. Der zweite Punkt ist allerdings häufig schwer einzuschätzen. Was muss mein Kind schon alleine können, wo soll man noch helfen. Wie selbstständig sollen Kinder zum Beispiel ihre Hausaufgaben machen?

An zweiter Stelle steht das Entwickeln von Arbeitstechniken.

Wo im Kindergarten noch weitgehend das Kind auswählt was es wann tut, wird in der Schule ein Lehrplan vorgegeben, den alle Kinder eines Jahrganges erfüllen müssen, unabhängig von ihren Vorkenntnissen und persönlichen Vorlieben. Hausaufgaben müssen erledigt werden, auch wenn das Wetter schön ist und andere Dinge locken. Die Kinder werden zunehmend miteinander verglichen. Das Kind muss also lernen, seine eigene Motivation zu steuern. Es muss lernen, sich Dinge zu merken, nicht weil sie interessant sind, sondern weil demnächst eine Probe geschrieben wird.

Erst an dritter Stelle sollen sich die Kinder in den ersten beiden Schuljahren die Kulturtechniken aneignen.
Am Ende der zweiten Klasse sollen sie kleine Texte lesen und verstehen können. Das bedeutet, das das Erkennen und Zusammenlesen der Buchstaben weitgehend automatisch ablaufen soll, so dass das Kind gleichzeitig die Bedeutung der Worte erkennt und sich auch weitergehende Gedanken über das Gelesene machen kann.
Es sollen bereits kleine Texte selbstständig geschrieben werden können. Auch dazu ist es nötig, dass der Schreibvorgang automatisiert ist. Hier spielt aber auch die Rechtschreibung eine Rolle. Das Kind sollte über einen Grundwortschatz verfügen, dessen Schreibweise im Gedächtnis abgespeichert ist und der automatisiert abgerufen werden kann. Darüber hinaus sollten einfache Rechtschreibregeln bekannt sein und angewandt werden können. Die Groß-/Kleinschreibung sollte im Grunde verstanden sein und umgesetzt werden können.
Die rechnerischen Grundoperationen (plus, minus, mal, geteilt) sollten verstanden sein und angewandt werden können. Wichtig ist, dass die Kinder einen Zusammenhang herstellen können zwischen den „Rechnungen“ und der dazu gehörenden Handlung (5 + 3 = 8 bedeutet: Ich haben 5 Dingen und wenn ich 3 dazu gebe, dann habe ich 8 Dinge). Nach dem Verstehen dieser Operationen ist wichtig, dass die Aufgaben im Bereich bis 20 automatisch abgerufen werden können, so dass das Kind sich auf neue Bereiche konzentrieren kann. Am Ende der zweiten Klasse sollte auch verstanden sein, wie unser Stellenwertsystem funktioniert. Was sind Zehner und Einer, wie stehen sie miteinander im Zusammenhang, wie kann man das beim Rechnen nutzen.

Dem Lesen kommt eine besondere Bedeutung zu. Es ist die Grundlage, um sich Informationen in allen Bereichen anzueignen.

Es ist wichtig, dass ein Kind am Ende des zweiten Schuljahres sich in allen Bereichen positiv entwickelt hat. Dann kann es in den nächsten beiden Schuljahren weiter darauf aufbauen und wird nach der Grundschule den passenden Weg finden.

Sie sind sich nicht sicher, ob Ihr Kind gut gerüstet ist, für die nächsten Schuljahre? Holen Sie sich Rat!

Ich biete Ihnen ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch an. Danach entscheiden Sie, ob Sie unser Diagnose-Paket in Anspruch nehmen wollen. Dann können Sie viel besser einschätzen, was gut ist für Ihr Kind.